2024-2026
Mit einem Anruf des Amtes für regionale Landesentwicklung (ZILE) aus Lüneburg im Frühjahr 2024 änderte sich unerwartet die Förderung unseres geplanten Seminarhauses. Auf einer Tagung von Förderstellen wurde unser Projekt (Umweltbildung im Bereich der Gewässerökologie durch Bau eines Seminargebäudes) als sehr förderwürdig eingeschätzt. Statt einer Förderung von 25 % erhielten wir nun 75 % Fördermittel, was die Realisierung des Seminargebäudes ermöglichte.
Auf einer feierlichen Überreichung des Förderbescheids lobte die Landesbeauftragte Karin Beckmann die hervorragende Umweltarbeit des Vereins. So startete dann im Dezember der Bau des Seminargebäudes mit dem Aushub des Bodens und dem Gießen der Bodenplatte. Im Frühjahr 2025 sollte dann das Haus im Holzrahmenbau aufgestellt werden.
Im bereits fertiggestellten Gemeinschaftsgebäude (vorher Sanitärgebäude), dass nun als Seminarhaus 2 firmierte, fanden dann auch bereits erste Veranstaltungen, wie Jugend-Betreuertreffen, Vorstandssitzungen, Treffen der Gewässerwarte, Tagung von LEADER-Mitgliedern, Veranstaltungen des NABU Wienhausen, Fraktionssitzungen von Parteien, Jugendzeltlager, Lehrgänge zur Fischerprüfung usw. statt. Jugendgruppe, Schulklassen, Senioren und Gemeinschaftsangler verlegten ihre Aktivitäten auf die Natur-Erlebnisstation und nutzten eifrig das neue Gebäude.
Durch die freundschaftliche Zusammenarbeit mit dem Fischereiverein Hannover wurden die Allerstrecken zusammen gelegt. Im Bereich der 41 km langen Unteraller teilten sich die Vereine FV Hannover, der ASV Winsen und FAC die Strecke für die Bewirtschaftung auf- geangelt wurde gemeinsam auf der ganzen Strecke. Die 30 km lange Oberaller von der Rathsmühle Celle bis zur Kreisgrenze pachtete der FAC allein.
Im Lauf der Zeit kamen dann noch der Mittellandkanal, der Elbe-Seitenkanal und die Elbe im Bereich Geesthacht/ Lauenburg dazu, sodass unser Verein den Mitgliedern über 400 km Fischwasser sowie Altarme und Teiche anbieten konnte. Die Mitgliederzahlen stiegen hierbei stetig an, sodass aus den ca. 2.000 Mitgliedern, die wir 2020 hatten, nunmehr über 2.500 Mitglieder die Gewässer des FAC beangeln können.
2025
In der Angelzeitung 2025/26 kündigte der Vorsitzende Norbert Rode für das Jahr 2027 seinen Rückzug an. Nach über 30 Jahren als Vorsitzender und über 40 Jahre als Vorstandsmitglied gibt er die Leitung des Vereins an seinen Stellvertreter, Guido Meier, demnächst ab.
Der Verein hat in den letzten 10 Jahren eine überaus positive Entwicklung durchlaufen. Durch zahlreiche Neueintritte können nun die über 2.700 Mitglieder rund 411 km Fließwasser, zahlreiche Seen, Teiche sowie Altarme befischen. Mit der Schaffung einer Geschäftsstelle 2018 und der Natur-Erlebnisstation mit Campingplatz seit 2020 ist der Verein im Bereich der Mitgliederbetreuung und Gewässerökologie führend tätig.
Im Februar des Jahres konnte dann endlich nach 13 Jahren Planung der Nordburger Altarm an die Aller angeschlossen werden. Damit kann sich dieses Gewässer zu einem wichtigen Laichhabitat entwickeln und bietet zudem sehr schöne Angelplätze und einen vielfältigen Fischbestand.
Neben Aalen, Forellen und Weißfisch besetzt der Verein mit Erfolg nunmehr auch Aalquappen, Lachse, Meerforellen und Äschen.
Am Mühlenbergsee in Obershagen wurde erfolgreich mit Förderung durch die Bingo-Stiftung eine Studie über die Wasserqualität und die Auswirkungen auf die Fische durchgeführt. Unterstützt durch den Verbandsbiologen Dr. Matthias Emmrich konnte der Reviergewässerwart-Obmann Tim Rode über das ganze Jahr verteilt wichtige Daten über Nitrate, Nitrite, Ammonium und Phosphat sowie den Sauerstoffwert des Sees gewinnen. Mit der Auswertung der Daten erhält der Verein wichtige Erkenntnisse für Besatz, Biodiversität und Gewässerqualität.
Mit der Fertigstellung des Seminarhauses 1 im Dezember 2025 ging ein lang gehegter Traum in Erfüllung. Der Verein besitzt nun ein modernes Vereinsheim und kann seine Aktivitäten im Bereich der Gewässerökologie ausbauen. Beim Richtfest im Juni waren demzufolge zahlreiche Gäste, wie Landrat Axel Flader, der Vizepräsident des Anglerverbandes Heinz Pyka, der Bürgermeister der Gemeinde Langlingen, Ernst-Ingolf Angermann und zahlreiche weitere Gäste anwesend und lobten die Arbeit des Vereins im Bereich der Jugendarbeit. Zur Erinnerung an diesen Tag pflanzten Landrat und Bürgermeister einen Obstbaum auf der Streuobstwiese des Vereins.
Die Natur-Erlebnisstation entwickelte sich schnell zum Treffpunkt für verschiedene Gruppen des Vereins, wie Senioren, Jugend und Gemeinschaftsangler. Auch Schulklassen und die Kinder der NABU-Gruppe Wienhausen nutzten die Möglichkeiten des 23.000 qm großen Platzes direkt an der Aller.
