Als Manfred Kirchhoff 1989 den 1. Vorsitz übernahm, gehörte er schon 17 Jahre dem Vorstand an. Seine Aufgaben bestanden darin, dem Umweltbeirat des Landkreises und der Stadt Celle anzugehören und in Arbeitskreisen sich mit der Fauna, Flora Habitat (FFH)- Richtlinie der EU zu befassen. Das Wettangeln und der Setzkescher prägten die Diskussionen der damaligen Zeit.
Das Salmonidengewässer des Vereins, die Lutter, wird durch eine ‚Befahrensregelung für die Heidebäche’ des Landkreises bis heute geschützt.
Ein Versuch, 1991 Forelleneier in der Lachte zu bebrüten, scheitert an der Wasserverschmutzung durch eine Fabrik in Lachendorf, deren Einleitungen ein extremes Pilzwachstum auslöst.
Seit 1992 hat der Fischereiverein Celle eine Jugendgruppe, die seither viele schöne Gemeinschaftsunternehmungen organisiert, beispielsweise 1997 eine Angelfahrt nach Finnland und im Jahre 2006 den ersten Familienangeltag in Osterloh. 1993 findet einen erster Angelflohmarkt im Heim Oldau viele Schaulustige und Käufer.


Auch den Bezirksvorsitz 17 übernimmt Manfred Kirchhoff 1994 von seinem Vorgänger Werner Pielenz.
In diesem Jahr verstirbt unser langjähriger Kassenwart Hans Jothann, seine Nachfolgerin wird nach kurzer Übergangszeit Brigitte Pohl.
Wie schon viele in den Vorjahren werden 1995 300 Angler im Bezirk 17 ausgebildet und in die angeschlossenen Vereine eingegliedert.
Ebenfalls 1996 beteiligt sich der Verein im Rahmen der Pachtgemeinschaft Aller II an der Teichanlage Eicklingen und ruft zum großen Arbeitsdienst auf. Viele Mitglieder können sich sicher noch sehr gut daran erinnern, was alles unternommen wurde, um dieses Gebiet zu renaturieren. Es müssen damals so um die 50 Angler gewesen sein, die sich mit Feuereifer an die Arbeit machten, und die Erbsensuppe aus der Goulaschkanone war eine wirkliche Delikatesse.
1997 pachtet der Fischereiverein ein Teilstück des Fuhsekanals – vom Straßenbereich der B 3 bis zur Dasselsbrucher Straße und die Teichanlage Meißendorf in der Nähe von Gut Sunder an, einen Traum von Schönheit der Natur in unseren Gewässerstrecken.
Unsere 90-Jahr Feier in der Union 1997 ist ein voller Erfolg. 1998 wird zusammen mit dem Tauchclub Celle eine große Aufräumaktion am Waldsee in Klein Hehlen durchgeführt. Über und unter Wasser geborgene Müllmengen stapeln sich hoch auf und werden fachgerecht entsorgt.
Immer wieder bemühen sich die Fischereivereine der Pachtgemeinschaft unter Kirchhoffs Leitung um gute Kontakte zu Ministerien des Landes Niedersachsen und Behörden, um ihre berechtigten Anliegen behandelt und tatkräftige Unterstützung zu bekommen, wie Umgehungsregelungen für die Staustufen in der Aller, die Kormoranproblematik und die Erhaltung der Altarme.
Teilerfolge konnten in den folgenden Jahren erzielt werden, manches harrt noch der Lösung.
Eine kleine Anekdote am Rande:
Steif und fest behaupteten 1999 zwei Angler, in der Aller an der Altenceller Brücke ein Krokodil gehen zu haben. Schnell gibt die örtliche Presse dem Phantomkrokodil einen Namen „Ally“. Feuerwehr und Polizei suchen stundenlang vergeblich die Uferregionen ab. Experten werden befragt und ergehen sich in allerlei Mutmaßungen nach dem Motto: „Möglich ist alles“. Schließlich wird gar ein Preis für ein Foto der Exe ausgesetzt, allerdings bleibt das Reptil verschwunden.
Den Jahrtausendwechsel krönen wir mit dem Erscheinen unserer Vereinszeitung „Celler Angelfreunde“.
Seit 2006 wird sie zusammen mit der Pachtgemeinschaft II unter dem neuen Namen „Angler im Celler Land“ erstellt und herausgegeben.
2003 beginnt die lange Jahre angemahnte Fuhserenaturierung, für Fischer und Naturliebhaber ein Glücksfall.
Kassierer wird, als Nachfolger von Brigitte Pohl, Hermann Thiele. 2005 erscheint zum ersten Mal unsere neue Homepage.
Übrigens: Wie lange und warum der Fischereiverein Celle ein abgewandeltes Logo führte, ist heute nicht mehr bekannt. Pünktlich zum 100-jährigen Bestehen, zeigt er wieder sein altes, auf den deutschen Anglerbund zurückgehendes Abzeichen.