
In den 60er Jahren wurde, allen Protesten zum Trotz, die Allerbegradigung durchgeführt. Mit großer Besorgnis sahen wir diese Planungen und nachfolgenden Maßnahmen.
Der Verein dachte dabei nicht nur an die Fischerei, sondern in erster Linie daran, dass möglicherweise der gesamte Wasserhaushalt ins Wanken geriet und erheblichen Schaden nehmen könnte. Viele unserer Bedenken wurden jedoch nicht berücksichtigt, sondern nachgerade in den Wind geschlagen.
Nun, durch die Begradigungsmaßnahmen entstand letztlich der Altarm bei Osterloh, in Altencelle der Bugenberg und der an der Lachtehäuser Chaussee.
In dieser Dekade war bedauerlicher Weise immer wieder ein Fischsterben zu verzeichnen, gegen dessen Verursacher der Verein teilweise gerichtlich vorgehen musste, um sie zur Rechenschaft ziehen zu können.
Ende des Jahres 1965 stellte Walter Bluhm seinen Vorsitz zur Verfügung und an seine Stelle trat Claus Hildebrandt.
Unter seiner Leitung wurde die Patenschaft zum Angelverein Berlin-Schöneberg erneuert und diese Freundschaft durch viele gegenseitige Besuche gefestigt.
Einst war es die Militärregierung, die uns nach dem Kriege die Gewässer freigab. Jetzt waren es Soldaten der britischen und holländischen Streitkräfte, die um eine Angelberechtigung baten, um hier an ihren Standorten Celle, Scheuen und Bergen-Hohne angeln zu können. Ein Wunsch, dem wir gerne nachkamen.
1971 wurde in Langlingen die neue Schleuse fertig gestellt, die alte war baufällig und stürzte ohne Vorankündigung zusammen. Für unsere Fische und den Wasserhaushalt scheint sie jedoch keine Gefahr, sondern einen rechten Nutzen darzustellen.