Fischer-Lehrgang 2022

Nach der Pandemie konnte im Frühjahr 2022 erstmals wieder ein Fischer-Lehrgang des Bezirks 17-Aller/Celle - durchgeführt werden.
Die rund 30 Teilnehmer lernten beim "grünen Abitur" an 7 Abenden und einigen Sonntagen, worauf es beim Umgang mit der Kreatur Fisch ankommt. Hierbei sind das richtige Gerät und der Umgang besonders wichtig, damit der Fisch waidgerecht gefangen werden kann.
Die Teilnehmer erfuhren aber an den Lehrgangstagen auch etwas über die Gewässerökologie in unserem Raum bis hin zum Meeresangeln. Schließlich galt es die vielen Fischarten zu unterscheiden und ihre Besonderheiten zu berücksichtigen. Natur-Tier- und Umweltschutz sowie die Rechtskunde rundeten den Lehrgang ab. Am Prüfungstermin konnte dann auf das geballte Wissen von 40 Stunden Lehrgang zurück gegriffen werden. Schließlich konnten die meisten Teilnehmer freudestrahlend ihren neu erworbenen Prüfungs-Ausweis von Lehrgangsleiter Aaron Rosengart in Empfang nehmen.

fischer lg 

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 Äschenbesatz Lachte

Normaler Weise sind sie ein Dreigespann, wenn es um den Besatz und Renaturierungsarbeiten in der Lachte geht.
Heinrich Hoppe (86 Jahre alt), Hermann Riehl (87 Jahre alt) sind seit 70 Jahren Vereinsmitglied. Zusammen mit dem stellvertretenden Vorsitzenden des Fischereivereins Früh Auf Celle Franz Bliem kümmern sie sich seit Jahrzehnten um den ökologischen Zustand der Lachte. Dieses Jahr musste leider Hermann Riehl krankheitsbedingt passen. So fuhren Heinrich Hoppe und Franz Bliem zusammen nach Fritzlar hinter Kassel und holten von einem Fischzuchtbetrieb 600 kleine Äschen ab. Transportiert wurden sie in großen Kunsstoffsäcken, die mit Sauerstoff aufgefüllt wurden.

Aufgrund der Bekiesungsmaßnahmen der letzten 10 Jahre, durchgeführt vom Unterhaltungsverband und dem Fischereiverein, macht es Sinn, wieder kieslaichende Fischarten wieder einzubürgern. Bachforelle, Äsche, Elritze, Lachs und Meerforelle stellen hierbei hohe Ansprüche an die Gewässergüte, insbesondere an den Sauerstoffgehalt. Zuerst kümmerten sich Heinrich Hoppe, Hermann Riehl und Franz Bliem intensiv um die Revitalisierung der Heidebachforelle. In den ersten Jahren wurden laichreife Bachforellen besetzt , die in den Folgejahren auch abgelaicht hatten. Damit sie nicht "verangelt" werden, hat der Verein nur das Fliegenfischen mit Schonhaken (kein Widerhaken) zugelassen. Die Erfolge können sich mittlerweile sehen lassen. Der Verein hofft, dass es irgendwann nicht mehr notwendig ist, neue Bachforellen zu besetzen, da der Bestand sich allein erneuert.

Ganz anders sieht es bei der Äsche aus. Ihr Fleisch zeichnet sich durch einen thymianartigen Geruch aus und so wurde ihr der Name Thymallus thymallus gegeben. Durch ihre hohe Rückenflosse (auch Äschenfahne genannt) hat sie ein markantes Aussehen. Ihr Bestand ist seit Jahren rückläufig, da sie noch empfindlicher als die Bachforelle auf Gewässerverschmutzungen - verbauungen reagiert. Ihr langsamer Wuchs, hohe Ansprüche an eine stabile Wassserqualität und das Überhandnehmen der Kormorane führten zu einem Rückgang der Bestände, was auch Deutschland weit zu beobachten ist. In der Lachte war noch vor 50 Jahren ein stabiler Bestand vorhanden, der aber mittlerweile ausgestorben ist.
Mit dem Besatz von 600 ca. 10-15 cm großen Jungäschen aus einem Betrieb bei Fritzlar möchten Franz Bliem und seine beiden Helfer wieder einen stabilen Bestand aufbauen. Unterstützt wird diese Maßnahme dadurch, dass die Äsche ganzjährig im Verein geschützt ist und nicht entnommen werden darf.

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